Projekttagebuch
Workshop I: Betroffenheit – Stimmen aus dem Alltag
Am 22. Januar 2026 fand im Seniorenzentrum Theresienau der erste Workshop im Rahmen der Entwicklung unseres Klimaanpassungskonzepts statt. Gemeinsam mit Mitarbeitenden, Bewohnervertretung und Angehörigen wurde diskutiert, wie Klimafolgen wie Hitze, Starkregen und Feuchtigkeit den Alltag im Haus beeinflussen.
Offener Austausch mit vielen Perspektiven
Insgesamt nahmen 16 Personen aus unterschiedlichen Bereichen der Einrichtung teil. In einer offenen Atmosphäre wurden Erfahrungen geteilt, Herausforderungen benannt und Ideen sichtbar gemacht.
„Im Sommer merkt man sehr deutlich, welche Räume sich extrem aufheizen – das belastet Bewohnerinnen und Mitarbeitende gleichermaßen.“*
– Mitarbeitende*r Pflege
„Bei Starkregen entstehen draußen schnell rutschige Stellen. Das ist für mobilitätseingeschränkte Menschen ein echtes Risiko.“
– Vertreter*in des Bewohnerbeirats
Klimawirkungen konkret verorten
Gemeinsam wurden folgende Aspekte identifiziert und auf Plänen markiert:
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stark hitzebelastete Innenräume
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schwer zu beheizende Bereiche im Winter
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gefährdete Zonen bei Starkregen
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beliebte Aufenthaltsorte im Innen- und Außenbereich
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Flächen mit Potenzial für neue, attraktive Rückzugsorte
„Gut war, dass wir unsere Erfahrungen direkt auf den Plänen einzeichnen konnten – so sieht man sofort, wo Handlungsbedarf besteht.“
– Mitarbeitende*r Haustechnik
Eine starke Basis für die nächsten Schritte
Der Workshop hat gezeigt, wie wertvoll das Wissen aus dem Alltag ist – sowohl von Mitarbeitenden als auch von Bewohner- und Angehörigenvertretungen.
„Es ist wichtig, dass unsere Perspektiven gehört werden. Schließlich erleben wir die Auswirkungen jeden Tag.“
– Angehörigenvertretung
Die gesammelten Rückmeldungen fließen nun direkt in die weitere Entwicklung des Klimaanpassungskonzepts ein. Ziel ist es, das Seniorenzentrum Theresienau gemeinsam, praxisnah und zukunftssicher auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.